Geothermie

Geothermie bezeichnet die in den zugänglichen Teilen der Erdkruste gespeicherte Wärme, die als Energie entzogen und genutzt werden kann. Wir machen diese praktisch unbegrenzt vorhandene, regenerative Energiequelle für eine besonders umweltverträgliche und klimaschonende Verwertung nutzbar.

Vorprüfung:

  • Prüfung der (wasser-) rechtlichen Rahmenbedingungen
  • Analyse der Untergrundbeschaffenheit (geologische Rahmenbedingungen)
  • Ermittlung der geothermischen Leistungsfähigkeit
  • Festlegung der notwendigen Bohrkonfiguration (Anzahl und Tiefe)
  • genaue Kostenabschätzung und verbindliches Angebot


Planung und Auslegung:

  • Objektspezifische Auslegung anhand von einfachen geologischen Modellen (Kartenmaterial und Literatur)
  • Zusätzlich sind Langzeitsimulationen möglich, zum Beispiel auf Basis von Geothermal Response Tests
  • Erstellung der erforderlichen Antragsunterlagen (Wasserrecht und ggf. Bergrecht)
  • Kontaktpflege mit den entsprechenden Genehmigungsbehörden bis zur Entscheidung


Bauausführung:

  • Verbindliche Baustellenterminierung
  • Ausführung der Bohrungen mit an die Geologie angepassten Bohrverfahren
  • Sicherer Einbau der Erdwärmesonden mit unserem speziell entwickelten Einbaugestänge UniGeo-System
  • Verpressen der Bohrungen im Kontraktorverfahren von der Bohrlochsohle bis zur Geländeoberkante

 

Über Geothermie:

Um das unbegrenzte Potenzial der Erdwärme zu nutzen werden verschiedenste Systeme eingesetzt.

Der Einsatz einer Erdwärmesonde die effizienteste Möglichkeit, das geothermische Potenzial des Untergrundes zu nutzen.

Die Erstellung einer Erdwärmesonde kann kurz so beschrieben werden.

  • Es wird eine Bohrung erstellt, in die eine Erdwärmesonde eingebracht wird und der verbleibende Hohlraum mit einem thermisch verbesserten Material verpresst wird.
  • Die Erdwärmesonde ist ein Rohr, dass als Doppel-U ausgebildet ist.
  • Das Verpressmaterial ist ein Zementgemisch, das durch Zuschlagsstoffe eine bessere Wärmeleitfähigkeit erhält.

Die Nutzung von Erdwärme kann nicht direkt erfolgen.

Zur Gewinnung der Energie wird die Erdwärmesonde mit einem Wärmeträgermedium, in der Regel ein Wasser-Glykol-Gemisch, durchströmt.

Beim Durchströmen wird das Wärmeträgermedium aufgewärmt oder abgekühlt.

Dem Wärmeträgermedium muss nun die Energie entzogen oder zugeführt werden.

Hierzu wird eine Wärmepumpe eingesetzt.

In der Wärmepumpe wird die Energie über einen Wärmetauscher an ein Kühlmittel abgegeben. Das Kühlmittel wird hierbei verdampft. Um das gewünschte Temperaturniveau für das Heizungssystem zu erzielen wird das gasförmige Kühlmittel verdichtet und in diesem Prozess auf ca. 35°C bis 65°C erwärmt.

Das erwärmte Kühlmittelgas wird in einen Pufferspeicher oder Wärmetauscher geleitet und von dort an das Heizungssystem abgegeben. Hierdurch kühlt das Kältemittel wieder ab, wird verflüssigt und der Prozess beginnt von vorn.

Der gleiche Prozess kann auch umgekehrt werden und für die Klimatisierung eines Gebäudes genutzt werden.

Die Kühlung ist auch ohne direkten Einsatz der Wärmepumpe möglich. Diese Kühlungsvariante wird als "Natural Cooling" oder "Passive Kühlung" bezeichnet. Bei dieser Kühlungsform wird nur der Wärmetauscher ohne aktive Wärmepumpe genutzt. Dabei können Abkühlungen von 3° bis 5°C erzielt werden.

Der Anschluss der Wärmepumpe an die Heizungsleitungen ist identisch mit dem einer konventionellen Heizung. Sie kann auch direkt an ein bestehendes Heizsystem angeschlossen werden.

Referenzen Geothermie

Maßnahme
Kassel - Neubau Mehrfamilienhaus: Erdwärmesondenanlage mit 4 Sondern in einer Tiefe von 100 m
Halle-Neustadt, Psychiatriezentrum: Erdwärmesondenanlage mit 34 Sonden in einer Tiefe von 70 m
Fürth, Jüdisches Museum: Erdwärmesondenanlage mit 13 Sonden in einer Tiefe von 60 m
Göttingen; Max-Planck-Institut: Verteiler- und Sammleranlage inkl. Anbindung der Erdwärmesonden
Weitere Referenzen